Jahresprogramm 2019

Programm 2019 Synagoge Hainsfarth

Programm im PDF-Format zum Herunterladen (Download)


Jahresprogramm der Ehemaligen Synagoge Hainsfarth
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Montag, 21. Januar, 19.00 Uhr
Alte Schranne Nördlingen
Bei den Kornschrannen 10
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Schonzeit vorbei
Lesung mit Juna Grossmann

Juna Grossmann arbeitet in einer NS-Gedenkstätte und beobachtet seit Jahren, wie offene judenfeindliche Angriffe zunehmen, lauter werden, bedrohlicher.
In ihrem Buch schildert sie von einer wachsenden Angst, die sie vor Jahren noch nicht kannte und davon, wie sie eines Tages merkte, dass auch sie mittlerweile auf gepackten Koffern lebt, bereit zur Flucht vor dem Hass.
 
Eintritt: 5 €

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Donnerstag, 14. März 2019, 19.00 Uhr
Ehemalige Synagoge Hainsfarth
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Jewish Chamber Orchester München

Gustav Mahler (1860-1911): 14 Lieder und Gesänge aus der Jugendzeit (1880/91; Bearbeitung: Pierre Hoppé)

Moderiertes Konzert  

Dirigent und Moderator: Daniel Grossmann

Bariton: Ludwig Mittelhammer

Im Zentrum des Konzerts steht der wohl berühmteste jüdische Katholik: Gustav Mahler.

Zwischen den Liedkompositionen aus Mahlers Frühwerk erzählt Daniel Grossmann aus dem Leben des weltberühmten Komponisten, u.a. von seinen böhmischen Wurzeln, seinem jüdischen Elternhaus und seiner musikalischen Ausbildung, die mit der Musik der Synagoge begonnen hatte. Zudem hören Sie Texte, die Mahlers Beziehung zum Judentum schildern und von seiner nicht ganz freiwilligen Abkehr von der Religion seiner Vorfahren erzählen.

Kartenvorverkauf: 19.- €   

Tourist-Information, Oettingen
Rieser Nachrichten, Nördlingen
Bücher Lehmann, Nördlingen

Karten an der Abendkasse 22.- €





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Samstag, 27. April 2019, 18.00 Uhr
Ehemalige Synagoge Hainsfarth
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Was ist Pessach?  Was bedeutet „Seder-Abend“?

Das mehrtägige Fest erinnert an die Befreiung des Volkes Israel aus der ägyptischen Sklaverei. Wie alle jüdischen Feste ist auch das Pessachfest als ein „Fest der Freiheit“ voll von Symbolen und hat eine ganz bestimmte Bedeutung im Hinblick auf die Leidensgeschichte des jüdischen Volkes. Es erinnert an den Auszug der Israeliten aus Ägypten, die Flucht vor Unterdrückung und Sklaverei. Aus diesem Zusammenhang leitet sich auch der Name Pessach ab, der so viel bedeutet wie "hinwegschreiten", "verschonen".

Hierzu laden wir Sie herzlich zu einer besonderen Veranstaltung in die Synagoge ein, zur Teilnahme an einem originalen Pessachmahl, bei Mazze und koscherem Wein. Dieser „Seder-Abend“, der vorgegebenen Regeln unterliegt, soll für alle zu einem feierlichen Erlebnis werden. Die Speisen werden in einer bestimmten Reihenfolge gegessen. Durch den Abend führt uns musikalisch Kantor Nikola David.

Kostenbeitrag 25.- € **  Der Abend kann nur mit einer Mindestanzahl durchgeführt werden.

Weitere Informationen finden Sie unter: www-synagoge-hainsfarth.de

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Sonntag, 05.Mai 2019,16.00 Uhr
Ehemalige Synagoge Hainsfarth
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Singen in der Synagoge

Die 1920-er Jahre gelten als die „Goldenen Jahre“, in der die Menschen nach dem ersten Weltkrieg wieder ganz neu aufatmeten. Mit Schlagern und Liedern mit humorvollen Texten bestimmten zahlreiche jüdische Komponisten und Texter bis in die 30er-Jahre hinein die Unterhaltungsmusik in Deutschland. Im Nazireich wurde ihre Musik verfemt und nur wenige von ihnen überlebten - meist durch Flucht - die Verfolgung. Die Nördlinger Musikanten singen mit dem Publikum die heute noch populären Melodien.
Ausführende:
Werner Eisenschink (Akkordeon), Jochen Gericke (Zither), Ernst Mayer (Gesang) und Christoph Lambertz (Bass, Volksmusikberater für Schwaben) als Gast.
Zum Mitsingen werden die Texte verteilt.

Eintritt frei. Spenden erbeten





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Dienstag, 28. Mai 2019 ,19.00 Uhr
Ehemalige Synagoge Hainsfarth
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Die Geschichte der jüdischen Gemeinde in Hainsfarth

Die israelitische Gemeinde in Hainsfarth gehörte zu den ältesten im Ries. Durch die Grafen von Oettingen wurden hier vor allem im 18. Jahrhundert sehr viele Juden angesiedelt. Noch heute erinnern die Synagoge, der Friedhof, die jüdische Schule und die neu entdeckte Mikwe an diese spannende Geschichte.

Vortrag von Gerhard Beck, Archivar der beiden fürstlichen Archive von Oettingen–Wallerstein und Oettingen-Spielberg.

Eintritt frei. Spenden erbeten


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Dienstag, 04. Juni 2019, 19.00 Uhr
Ehemalige Synagoge Hainsfarth
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71 Jahre Israel
Vergangenheit und Gegenwart

Vortrag von Generalkonsulin des Staates Israel, Sandra Simovic, München.
 
1948 verlas David Ben-Gurion die israelische Unabhängigkeitserklärung. Nachdem das britische Mandat über Palästina am 14. Mai 1948 endete, proklamierte er noch am selben Tag die Staatsgründung. In diesem Jahr wird der Staat Israel 71 Jahre alt.

Generalkonsulin Sandra Simovic spricht über die politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen der letzten Jahrzehnte in Israel sowie über die deutsch-israelischen Beziehungen.

Anmeldung bis zum 22. Mai unter: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! erforderlich.
Bitte halten Sie an dem Abend Ihren Personalausweis bereit.

Eintritt frei:. Spenden erbeten


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Sonntag, 14. Juli 19.00 Uhr
Ehemalige Synagoge Hainsfarth
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Schmitts Katze, Klezmer und jiddische Lieder

Klezmermusik ist das Ertasten der Welten zwischen West und Ost, die SCHMITTS KATZE auf vielfältige Weise zu Gehör bringen. Das Ensemble führt mit melancholischen und fröhlichen jiddischen Liedern in die dunklen fernen Shtetl, und taucht in das brodelnde Vielvölkergemisch des 19. Jhd. ein, wo jiddische Musiker vor allem zu Hochzeiten aufspielen, wo sie virtuos nächtelang ein berauschtes Publikum beglücken. Klarinette, Geige, Mandoline und Kontrabass steigern sich in immer ausgelassenere Melodien.

Einen weiteren Teil widmen die Musiker der Klezmermusik der westlichen Welt. Nach Amerika flohen die Juden vor der Verelendung durch den Hunger und vor der Shoa. Die alten Traditionen konnten hier weiterleben und entwickelten sich zum Klezmer-Revival der 80er und 90er Jahre.

Schmitts Katze sind:

Matthias Grob: Klarinette, Gesang
Marcel Largé: Gesang, Mandoline, Gitarre, Mandola
Christian Hartung: Gesang, Geige
Armin Griebel: Kontrabass, Gesang

Eintritt:  7.€

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Dienstag, 15. Oktober, 19:00 Uhr
Ehemalige Synagoge Hainsfarth
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Konzert vergessener jüdischer Komponisten  
Hans Gál, Max Stern, Laurence Sherr, Ernest Bloch

Die international konzertierende amerikanische Cellistin Rebecca Rust und der ehem. Solofagottist der Münchner Philharmoniker, Friedrich Edelmann, präsentieren ein abwechslungsreiches Konzertprogramm, zusammen mit einer Buchlesung.
Nach einleitenden Kompositionen von Couperin (Barock) und Beethoven folgt das Programm mit jüdischen Komponisten ergänzt mit Lesungen aus der deutschen Neuerscheinung „Stolperstein“ von Julie Freestone & Rudi Raab. Die in der Nähe von San Francisco lebenden Autoren schildern in einem historischen Roman Stationen ihrer Lebensgeschichte.

Rebecca Rust, Violoncello und Friedrich Edelmann, Fagott
Mit Lesung von Buchausschnitten „ Stolperstein“  (v. Julie Freestone & Rudi Raab )
Es lesen: Ingrid Wörlen und Werner Eisenschink

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Samstag, 09.November 2019,19.00 Uhr
Ehemalige Synagoge Hainsfarth
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Gedenkveranstaltung zur Reichspogromnacht

Das Programm entnehmen Sie bitte unserer Webseite (www.synagoge-hainsfarth.de) oder der Tagespresse.

Die musikalische Umrahmung der Gedenkveranstaltung wird durch das Schulorchester  des Albrecht-Ernst-Gymnasium Oettingen unter der Leitung von Günter Simon durchgeführt.

Eintritt frei. Spenden erbeten


   

Aktuelles  

Jewish Chamber Orchestra Munich

Emotionen aus der Zerrissenheit der Seele

Gustav Mahler ist den Musikliebhabern als Komponist großartiger Sinfonien bekannt. Dass er aber daneben, vor allem in seinen jungen Jahren, ein reichhaltiges Werk an Liedern geschaffen hat, ist bei dem Konzert des Jewish Chamber Orchesters Munich in der ehemaligen Synagoge Hainsfarth offenbar geworden. Er schuf mit seinen Lied-Kompositionen nicht nur eine feinfühlige Musik, sondern gleichzeitig auch vielfarbige Gemälde, in denen sich Text und Töne in anschauliche Bilder verwandelten und die Zuhörer in die „Traumwelt“ Mahlers versetzten.

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Schonzeit vorbei

Schonzeit vorüber

Buchvorstellung Juna Grossmann
Ralf Lehmann, Juna Grossmann, Sigi Atzmon

Ist das eine Entgleisung oder ein gut gemeinter Ratschlag, wenn jemand zum Thema Antisemitismus in einer Diskussion sagt, er lehne das Tragen einer Kippa in der Öffentlichkeit  genauso wie das anderer sichtbarer religiöser Zeichen ab? Wäre dann alles gut, wenn die Juden Kippa und Davidstern ablegten? Wenn sie sich vor den Antisemitisten verstecken würden? Sind sie also selbst schuld, dass sie Hassmails in den sozialen Netzen und offene Anfeindungen empfangen? Diese Fragen bewegten auch die Autorin selbst und sie beträfen auch andere Gruppen in der Bevölkerung, die solchem grundlosen Hass ausgesetzt seien. Sie habe sich allerdings auch schon mit dem Koffer packen befasst, - Flucht aus der aufgeklärten demokratischen Gesellschaft!


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© Freundeskreis der ehemaligen Synagoge Hainsfarth Webseite erstelllt von Ernst Mayer